Jazzy das Findelkind aus dem Urlaub

Ende Juni wendete sich aus Süditalien die Urlauberin Annette Kropp an uns. Am Tag ihrer Abreise ist ihr eine junge Hündin sozusagen "vor die Füße" gefallen, die so abgemagert und schwach war, dass Annettes Herz nicht umhin kam, ihr unbedingt helfen zu wollen. Einen Hund einfach aus dem Ausland mitzunehmen, ist keine gute Option (strafbar), aber vor allem nicht, da Annette daheim mehrere Katzen hat. So kümmerte sie sich darum, dass die Hündin, der sie den Namen Jazzy gab, erst einmal zu Fressen bekam - auch wenn es nur mit Wasser vermischte Haferflocken waren. Anschließend suchte sie im Internet nach Hilfe und so kamen wir in Kontakt. Gemeinsam organisierten wir, dass Jazzy einem Tierarzt vorgestellt wird. Völlig mangelernährt, bereits am Dehydrieren, wurden erste Maßnahmen getroffen, um Jazzy zu helfen. Sie wäre mit Sicherheit in Kürze verstorben. Die Tierschützer vor Ort, die schon oft ausgehungerte Hunde gesehen haben, sind nach einem Blick auf Jazzy ebenfalls total betroffen. Sie ist so dünn und ausgetrocknet, dass ihr inzwischen bereits der 2. Chip rausgefallen ist. So etwas hat auch die Tierärztin in Italien noch nicht erlebt. Es ist kein Fleisch vorhanden, in dem der Chip stecken bleiben könnte. Da dieser aber notwendig ist, wird beim 3. Versuch ein Pflaster auf die Einstichstelle geklebt. Wir hoffen, das es funktioniert, denn nur so darf Jazzy überhaupt ausreisen. Ihre Hinterpfote scheint ebenfalls ein Problem zu sein, denn offensichtlich hat sie Schmerzen beim Aufsetzen des Fußes. Um die Ursache dafür herauszufinden, müsste Jazzy in Narkose gelegt und geröntgt werden, was wir aber erst machen können, nachdem sie wieder zu Kräften gekommen ist. Unser junges Findelkind muss dazu auch sterilisiert werden. Schwerwiegend und auch behandlungsintensiv sind die vielen, blutigen und entzündeten Hautwunden unter ihrem dichten Fell, die dringend abgeklärt und behandelt werden müssten.

Wie Ihr seht, Jazzy ist eine gebeutelte junge Hündin. Geschätzt ist sie auf ein knappes Jahr und laut Tierärztin schon eine ganze Zeit auf sich allein gestellt.

In der Lebensphase, in der Hunde die Welt entdecken hat sie um ihr überleben kämpfen müssen.

Nun versuchen wir, ihre Ausreise nach Deutschland zu organisieren. Sobald Jazzy einigermaßen reisefähig ist, könnte sie in eine Pflegefamilie kommen um erst einmal intensiv aufgepeppelt zu werden. Die Tierärztin rät uns vor allen anderen noch notwendigen Untersuchungen unbedingt einen MDR 1 – Gen Test machen zu lassen, denn sie ist offensichtlich ein Border Collie Mischling. Die hübsche Hündin ist noch kein Jahr alt und muss schon so viel ertragen. Sie ist eine ganz liebe Maus, die dankbar für jede Zuwendung ist und Schutz bei den Menschen sucht die sich ihr zuwenden. Im Moment können wir nur die Daumen drücken, dass sie wohlbehalten in Deutschland ankommt und dann hier auch ihre Familie finden wird. Wir hoffen, dass Jazzy bald kräftig genug für die lange Reise ist und werden an dieser Stelle berichten, wie es mit ihr weitergeht.

Die Tierarztkosten für alles und der Transport kosten in Summe leider viel, viel Geld. Von daher benötigt Jazzy finanzielle Unterstützung, damit wir dies alles leisten können. Annette und ihre Mutter waren bereits auch so lieb, einen Betrag zu spenden und wir hoffen, mit Eurer Unterstützung, so klein er auch sein mag (aber die Menge macht's), Jazzy die Versorgung geben zu können, die ein schutzwürdiges Wesen verdient hat. https://www.wir-fuer-hunde-in-not.de/geldspenden











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