5 Jahre "Wir für Hunde in Not e.V."
- Jürgen Zimmermann

- vor 1 Tag
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5 Jahre später....
Es ist unglaublich – fünf Jahre ist es her, dass unser Verein "Wir für Hunde in Not e.V." gegründet wurde.
Fünf Jahre voller Höhen und Tiefen, wie sie wohl jeder im Tierschutz kennt.
Wir haben viel erreicht, unglaublich viel gelernt, unseren Weg immer wieder hinterfragt, Kurswechsel vorgenommen und uns stetig weiterentwickelt.
Nicht jede Erfahrung war einfach – aber gerade dadurch durften wir wunderbare, engagierte Menschen kennenlernen, die uns bereichert und gestärkt haben.
Wir haben in diesen Jahren viel Leid gesehen – Schicksale, die oft kaum zu ertragen waren.
Und trotzdem konnten wir vielen Tieren helfen, manchmal sogar dort, wo es aussichtslos schien.
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf Kastrationen, um Leid nachhaltig einzudämmen und nicht nur Symptome zu bekämpfen.
Dabei haben wir mittlerweile viele Kontakte zu Tierschutzvereinen aufgebaut, deren Arbeit wir sehr schätzen. Auch hier schauen wir immer wieder genau hin, führen Gespräche und entwickeln uns weiter, um verantwortungsvoll entscheiden zu können.
Und gerade die aktuellen Diskussionen im Tierschutz – insbesondere der Brandbrief vieler deutscher Tierschutzvereine, der über Social Media verbreitet wurde – hat uns vor Augen geführt, wie qualitativ unsere Arbeit ist. Und dass genau das von vielen Adoptanten gesehen und geschätzt wird, wie wir in etlichen Emails lesen dürfen:
Unsere sorgfältigen Vorkontrollen, die intensiven Gespräche, die Zeit, die wir uns nehmen, um wirklich den passenden Hund zu finden.
Wir lassen niemanden allein – weder vor noch nach der Vermittlung.
Wir sind erreichbar, begleiten unsere Hunde ein Leben lang und nehmen sie im Notfall auch zurück, wenn eine Entscheidung doch nicht die richtige war – auch wenn das für uns nicht der einfache Weg ist.
Gleichzeitig erleben wir täglich Anfragen von Menschen, die Hunde über andere Organisationen adoptiert haben und danach allein gelassen wurden.
Wir werden gebeten zu helfen oder Hunde aufzunehmen – was wir aktuell schlicht nicht leisten können.
Das zeigt ein strukturelles Problem im Auslandstierschutz, von dem wir uns ganz bewusst abgrenzen möchten.
Deshalb arbeiten wir gerade daran, ein Netzwerk aus zuverlässigen Pflegestellen aufzubauen, um unsere Hunde künftig noch intensiver begleiten zu können.
Und ganz ehrlich: Auch wir stoßen immer wieder an unsere Grenzen.
Jeder von uns kennt Phasen der Erschöpfung, Momente am Limit, in denen man kurz davor ist, alles hinzuschmeißen.
Und doch sind es genau die Hunde, die uns immer wieder zurückholen – die uns motivieren, weiter genau hinzuschauen, Lösungen zu finden und gemeinsam als Team weiterzumachen.
Uns ist bewusst, dass Eigenlob immer etwas schwierig ist.
Aber nach fünf Jahren dürfen wir auch einmal sagen: Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben.
Wir sind ein kleiner Verein – aber ein starkes Team.
Und wir sind selbst ein bisschen überrascht, wie viel wir geschafft haben.
Für die Hunde – heute, morgen und auch in Zukunft.




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