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Hope

Hündin

Mischling

31. Okt. 2011

sehr lieb

Befindet sich in:

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geb.

Stand 08.10.2022


Eine ganz besondere Hündin sucht ein besonderes Zuhause.


Hope lebte 11 Jahre, also ihr ganzes Leben, in einem Wald in Rumänien. Ein hartes Leben, aber kein Schlechtes. Denn jede Woche kam unsere Freundin Suzana und fütterte das dort lebende Hunderudel. Sie war es auch, die alle Hunde dort kastrieren und impfen ließ. Die Hunde verlebten dort glückliche Zeiten, keine Frage. Aber auch traurige und sehr schwierige Zeiten. Viele Hunde starben in den letzten Jahren, besonders die alten Hunde haben es schwer. Im Winter erfroren Hunde, einige wurden an der dort lang führenden Landstraße an- oder überfahren.


Hope gehört zu den ältesten Waldhunden und sie ist eine ganz besondere Seele. Nicht nur für Suzana, sondern auch für uns.


Man sollte meinen, ein Hund, der sein Leben in Freiheit verbracht hat, wäre eher menschenscheu. Weit gefehlt bei Hope. Selten habe ich einen Hund kennengelernt, der uns Menschen so sehr verbunden scheint und der uns in kürzester Zeit solch großes Vertrauen schenkt.


Seit wenigen Tagen ist Hope in Deutschland auf einer Pflegestelle und erobert hier die Herzen im Sturm. Die Fahrt nach Deutschland verbrachte sie zumeist auf dem Schoss einer Angestellten des Transportunternehmens, denn in der Box – wer mag es ihr nach einem Leben in Freiheit verdenken – hielt es Hope kaum aus. Und auch hier legte Hope direkt ihren Kopf in meinen Schoss und schien zu sagen: Ich vertraue darauf, dass du dich um mich kümmern wirst. Ganz vorsichtig leckte sie meine Hand und suchte Schutz während der Autofahrt zu ihrer Pflegestelle.


Egal ob beim Tierarzt, oder beim Hundefriseur, Hope zeigt sich stets als sehr brave und geduldige Hündin. Nie zeigt sie Zähne oder grummelt auch nur. Stattdessen genießt sie es, in der Nähe von uns Menschen zu sein. Auf der Pflegestelle ist sie der glücklichste Hund, wenn sie mit Pflegefrauchen auf der Couch liegen darf.

An der Leine zieht Hope nicht und bereits nach 2 Tagen hat sie sich gut an das Tragen des Sicherheitsgeschirrs gewöhnt. Sie läuft gemächlich ihre Runden mit uns, manchmal bleibt sie stehen und schaut sich um oder sie schaut in den Wald hinein. Zu gerne wüsste ich dann, was in ihrem hübschen Köpfchen vorgehen mag.


Nachdem nun die Filzmatten, die sich in den letzten Jahren gebildet hatten, der Schermaschine gewichen sind, schaut Hope fast wieder aus, wie ein Junghund :-). Natürlich ist sie das mit ihren 11 Jahren nicht mehr, jedoch ist sie noch sehr gut zu Fuß und gehört sicher noch lange nicht zum alten Eisen.


Als ich einmal in den letzten Tagen einem Spaziergänger, auf seine Frage, woher Hope denn komme, ihre Geschichte erzählte, da meinte dieser: „Hätte man den armen Hund mal dort gelassen.“ Woraufhin ich entgegnete: „Das hätten wir nur zu gerne getan. Wir hätten ihr gewünscht, in Frieden mit ihrem Rudel dort leben zu können. Wir hätten ihr gewünscht, wenn es so weit wäre, in ihrem Wald friedlich einzuschlafen, inmitten von Laub und Bäumen und den Hunden, die sie schon so lange begleiten. Aber das ist nicht möglich, denn selbst dieses Stück Wald, kann der Mensch nicht unberührt lassen. Der Wald wird weichen und schon jetzt starten Bauarbeiten dort. In spätestens 2 Jahren werden die Waldhunde dort kein Zuhause mehr haben. Sie werden im besten Fall vertrieben, wahrscheinlicher aber ist, dass die Hundefänger sie abholen und in eines der schrecklichen staatlichen Tierheime stecken werden. Und dort werden diese Hunde, diese Freigeister auf vier Pfoten, dann langsam und elend dahinsiechen. Das wäre Hopes Option gewesen.“


Der Spaziergänger schaute mich kurz an und erwiderte nur kurz: „Naja, man kann halt nicht die ganze Welt retten“.


Ich drehte mich um und ging weiter, mit Hope an der Leine und dachte bei mir, die Welt kann ich sicher nicht retten, aber wenn ich nur einigen Hunden das Leben in einem verdreckten Zwinger, ohne Zuwendung, ohne Auslauf und ohne Hoffnung ersparen kann, dann ist das doch schon etwas.


Ein Hund wie Hope gehört in keinen Zwinger, in keinen großen und in keinen Kleinen, weder in Rumänien noch hier.

Hope gewöhnt sich langsam an ihr neues Leben und macht ihre Sache ganz großartig.


Es braucht jetzt nur noch besondere Menschen, die viel Zeit für Hope haben und wenn möglich einen eingezäunten Garten. Allein bleiben ist für Hope noch ein Problem, wobei sie sicherlich nach einer Eingewöhnungszeit auch einige Zeit alleine schaffen wird. Mit anderen Hunden versteht sich Hope gut und auch das Zusammenleben mit Katzen kennt sie bereits.


Hope kann in 57413 Finnentrop kennengelernt werden.


Bitte melden Sie sich, wenn Sie Hope ein Zuhause schenken können.

Wir vermitteln unsere Hunde geimpft, gechipt, entwurmt und kastriert (wenn medizinisch nichts dagegen spricht). Sie reisen mit EU-Heimtierausweis und Traces.

Zum Vertragsabschluss wird eine Schutzgebühr erhoben.

   

kontakt@wir-fuer-hunde-in-not.de