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Warum ich gern Tierschützer bin

Vielleicht habt ihr vor einigen Tagen den Bericht WARUM ICH KEIN TIERSCHÜTZER MEHR SEIN MÖCHTE gelesen.

Zum Glück gibt es aber auch dazu noch die andere Seite, die schöne Seite.

Warum ich gern Tierschützer bin

Es gibt sie, die ganz tollen, wunderschönen Momente, und am häufigsten finde ich sie im Tierschutz.

Wie kommt es zu so einem Moment?

Wir sehen einen Hund, meistens im Ausland, und er ist in Not. Ein Häufchen Elend schaut uns aus einem Foto entgegen, und alles im Blick dieses Hundes schreit nach Hilfe. Es bricht jedem Menschen mit emphatischen Fähigkeiten das Herz und ist oft gar nicht zu ertragen.

Wir sehen nur noch das eine Ziel: der Hund muss da raus, wir müssen sofort was unternehmen….

So beginnt an den meisten Tagen unsere Arbeit und wir legen los. Egal wann uns der Hilferuf des Hundes erreicht, nachts, an den Wochenenden oder gern auch an Feiertagen. Alles Andere was bis zu diesem Moment wichtig war, wird fallengelassen, denn wir wollen, nein, wir müssen diesem armen Hund helfen um jemals wieder in den Schlaf zu finden. Um uns noch im Spiegel anschauen zu können legen wir los.

Texte schreiben, Hund zum Tierarzt bringen lassen, Fotos und Videos einfordern und alles zusammen veröffentlichen. Posten, posten und posten und immer darauf hoffen, dass es sie gibt, die Menschen die ihm helfen wollen.

Bangen um einen Hund und warten sind ein ganz unerträgliches Gefühl, aber es ist im Tierschutz unser täglicher Begleiter.

Erste Kommentare erreichen uns. Immer wieder auch Kommentare mit dem Unverständnis gegenüber uns, diesem Hund helfen zu wollen.

Das wird doch zu teuer oder wir haben doch schon genug Hunde in Deutschland etc. sind Aussagen die uns bis ins Mark treffen.

Aber dann, auf einmal kommt der ersehnte Anruf oder die ersehnte Email von genau den richtigen Menschen. Und wir wissen es: das sind sie, Menschen die so fühlen wie wir und Menschen die keinen perfekten Vorzeigehund erwarten, sondern ein Lebewesen, welches es verdient hat, dass sich jemand um es kümmert, dass es auch glücklich sein darf.

Eine Vorkontrolle besucht die Familie und freut sich diese netten Menschen kennengelernt zu haben. Auch sie hat keine Zweifel daran, dass besagter Hund hier endlich zu seinem Recht auf ein schönes Leben kommt.

Die Vorbereitungen laufen und der ersehnte Tag ist da. Unser Sorgenkind erreicht sein Ziel und wird von seiner Familie abgeholt.

Wir freuen uns riesig, aber jetzt läuft auch die letzte Phase unserer Sorgen. Ist die Familie in der Praxis so gut wie in der Theorie??

Oder kommt beim ersten Problemchen der Anruf dass der Hund wieder ausziehen muss??

Dann nach wenigen Tagen kommen Fotos und ein Text, indem uns von den ersten Problemen erzählt wird.

Das könnte sein:

Der Hund hat geknurrt.

Der Hund hat etwas zerstört.

Der Hund ist noch nicht stubenrein.

Der Hund versteht sich nicht mit unserem anderen Hund.

Beim Lesen merke ich wie ich die Luft anhalte. Bis zu dem Satz: Das sind ja ganz normale Anfangsprobleme. Wir geben ihm die Zeit uns kennenzulernen, damit er uns vertraut. Den geben wir nie wieder her!!

Und dann ist er da, der schönste Moment ever. Wie unbeschreiblich glücklich dies jeden Tierschützer macht, kann ich nicht beschreiben.

Das Gefühl, gemeinsam mit anderen, gleichgesinnten Menschen diesem Hund das Leben gerettet zu haben und miterleben zu dürfen, wie er immer mehr begreift, dass er nun einfach Hund sein darf und niemals wieder in Gefahr geraten wird, ist so schön, dass man weinen könnte.

Aus diesen Momenten kann man so viel Kraft schöpfen dass man immer wieder weitermacht, egal welche Enttäuschungen man erlebt.

Es ist DER besondere Moment, und er ist nur dank der tollen Menschen möglich, die solch einem UNFERTIGEN Hund ein Zuhause geben.

Darum an dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an euch Adoptanten. Ihr werdet nicht öffentlich gesehen und habt keine Plattform. Dabei seid ihr die, die alles erst möglich machen.

Ganz aktuell haben wir diesen Glücksmoment mit Mura, Toruk, Buddy, Monor und Dobby erleben dürfen.

Aber natürlich schon sehr häufig in den vergangen Jahren mit etlichen Hunden, die dank euch nun endlich glücklich sind!!!!!!!!!!!!!

Ihr steht für das Wichtigste was ein Hund braucht, seinen eigenen Menschen!!

Wenn ein Hund die richtigen Menschen gefunden hat und sich alles ineinander fügt, ist das ein wunderschönes Erlebnis. Zu sehen, wie ein Hund rauskommt aus schlimmsten Verhältnissen und vor Freude sein Glück kaum fassen kann, ist einmalig.

Dafür machen wir das, das ist unser Lohn.

Ich möchte mich bei den Menschen bedanken, die es genauso handhaben, die Rücksicht auf uns nehmen und die keine zu hohen Erwartungen an ihren zukünftigen Hund haben.

Mit euch macht Tierschutz Freude!

Danke können wir zu vielen Menschen sagen.

Hier sind einige von ihnen:

Petra Späth, Peter Seul, Sandra Nikelski, Veronika Bing, Stephanie Rempftl, Susanne Ofer, Maria Mikutta, Katrin Oertel-Schmeing, Nicole Ohliger, Sunnys Mama , Sabine Hüppmeier, Gabriele Rutkowski, Sarah Papanikolaou, Lisa Bardon, Maren Kaiser, Susanne Bauer, Dominique Nutt, Veronika Bing, Mari Daglioglu, Teresa Feldmann, Anja Hofmann-Heggemeier, Andrea Wlodarczyk, Ulrike Sauvigny-Gamm, Dieter Esser, Helen Zarnecke, Stefanie Widmann, Eva Brück, Henrik Floren, Julia Stock, Katja Schlott, Annett Richter, Petra Gregor, Wolfgang Nahler, Saskia Fenger, Cornelia Köhler, Sandra Funk, Gabi Rasche, Susanne Niepel, Sabine Büssing, Jürgen Lipp, Nicole Metzger, Lukas Koslowski, Sabine Galloway, Nane Jokisch, Andrea Lange, Familie Wengrowski, Nicole Hack Güll, Tim Plewa, Ralf Rosik, Christina Kölpin, Aline Rami, Mike Jerofke, Katharina Wiechers, Familie Rausse, Hanne Jensen, Petra Biener-Büchel, Miriam Oster, Christine Mandeau, Claudia Flick, Mona, Stefanie Dickneite, Thomas Seibel, Anja Auping, Volker Breitenbach, Frank Speidel, Diana Szlang, Ute Engelfried, Nadine Boehnke, Hans Peter Jantzer, Lena Scholte, Birgit Rehrmann, Uschi Buchfeld


Eure Susanne


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